


Dieser Einsatz geschieht auf mehreren Ebenen: In den Bezirken und Gemeinden durch Einzelne und Gruppen (z.B. für die Umweltzertifizierung von Gebäuden). In den drei Konferenzen der EmK sind ständige Ausschüsse für GFS tätig. Auf nationaler Ebene gibt es die Fachgruppe für GFS. Sie ist eine von fünf Arbeitsgruppen der Kommission für diakonische und gesellschaftspolitische Verantwortung.
Wir sind vernetzt mit der Friedensbewegung (Kooperation für den Frieden, siehe "Links"), Church&Peace und wirken mit im ökumenischen konziliaren Prozess für GFS, der seinen Ausgangspunkt in der Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen 1983 in Vancouver nahm (siehe den letzten Artikel in dieser Rubrik).
Seit 2009 steht für die gesellschaftspolitische Arbeit auch ein Referent zur Verfügung: Pastor Hans Martin Renno nimmt diese Aufgabe wahr und gibt gerne Auskunft zu Ihren Frage über diesen Bereich. Aktuelle Nachrichten und Informationen finden Sie im angehängten Newsletter, der ab Februar 2011 vom Referenten verantwortet wird.
Am 18.7 wurde das von den Umweltbeauftragten der Süddeutschen Jährlichen Konferenz der ev.-meth. Kirche geplante Vorhaben in die Tat umgesetzt. Nun kann sich jede Gemeinde an die Ökumenische Energiegenossenschaft wenden, wenn sie ihr Dach zur Gewinnung von Energie aus Sonnenlicht zur Verfügung stellen will, jedoch nicht die Mittel hat, eine eigene Anlage zu finanzieren. Die Genossenschaft finanziert das Projekt, die Gemeinde bekommt eine Dachmiete und setzt ein sichtbares Zeichen zur Bewahrung der Schöpfung. Auf der Homepage der Genossenschaft (www.oekumenische-energiegenossenschaft.de/home/) erfahren Sie alles Nötige.
Im angehängten Artikel, der sich auch für den Abdruck in Gemeindebriefen eignet, wird das „Beitritts-Ereignis“ mit Bild gewürdigt

Wie kann man Menschen auf das Thema Armut aufmerksam machen? – Mit Musik! So schrieb Frieder Claus, Armutsexperte der Diakonie, Songs und Szenen für eine Bettlers Oper.
Im Mittelpunkt steht die kritische Auseinandersetzung mit Reichtum und Armut. Bei der Inszenierung ließ sich Frieder Claus von der "Beggar’s Opera" John Gays und von Berthold Brechts "Dreigroschenoper" inspirieren, die mit der Musik des Volkes in einer "Anti-Oper" auf die sozialen Missstände der Zeit hinwiesen. Die eingängigen Melodien und Beispiele aus dem Alltag sozial Schwacher sorgen für ausverkaufte Aufführungen, so wie zuletzt in Esslingen.
Hören Sie einen Ausschnitt daraus: Kirchenfernsehen
Im angehängten Flyer finden Sie weitere Informationen.
Die Süddeutsche Jährliche Konferenz (Synode) beschloss bei ihrer Tagung in Öhringen (19. bis 22. Mai 2011), an die Bundesregierung und die Regierungsparteien zu appellieren, unverzüglich den Abzug der in Büchel/Rheinland-Pfalz stationierten us-amerikanischen Atomwaffen von deutschen Gebiet einzuleiten.
Lesen Sie den Text der Resolution zusammen mit einem Anhang zum besseren Verständnis der Hintergründe ... Dort finden Sie auch am Schluss die Antworten der CDU/CSU- und der SPD-Bundestagsfraktion auf die Resolution.
Die Studie „Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt“ (Fischer Taschenbuch 2008) ist ein Kooperationsprojekt von Brot für die Welt, Bund Naturschutz (BUND) und dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED). Sie thematisiert Fragen an der Schnittstelle zwischen Entwicklungspolitik, Klima- und Umweltschutz und einer gerechten Gestaltung der Globalisierung. So soll die Bildungsarbeit in den Kirchen angestoßen und die gesellschaftliche Debatte in Deutschland zu nachhaltiger Entwicklung befördert werden.
Einige Kernbotschaften daraus:
1. Ausstieg aus der Wachstumsfalle
Die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen und der Kampf gegen die weltweite Armut sind die zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Statt einseitig auf wirtschaftliches Wachstum und technologische Effizienz zu setzen müssen alternative Entwicklungswege jenseits der Wachstumsfalle aufgezeigt werden.
2. Keine Ökologie ohne Gerechtigkeit – keine Gerechtigkeit ohne Ökologie
Wir in Deutschland tragen Mitverantwortung für die Auswirkungen, die unsere Art zu leben und zu wirtschaften für die Menschen in anderen Teilen der Welt hat. Energie- und materialintensive Wirtschaftsformen beschneiden die Lebenschancen armer Bevölkerungsgruppen im globalen Süden und verschärfen dadurch zugleich die ökologische Krise.
3. Eine Welt der Teilhabe
Inseln des Wohlstands werden Dauer in einem Meer des Elends nicht überleben können.
4. Globalisierung ist gestaltbar
Die Zuspitzung der ökologischen und sozialen Krise ist auch eine Folge der Kapitulation der Politik vor dem globalen Markt.
Über den folgenden Link können Sie die Studie bestellen sowie eine Kurzfassung, Aktions- und Ausstellungsmaterial.

Am 30.4.1989 verabschiedete die Ökumenische Versammlung in der Kreuzkirche in Dresden Wegweisendes, das maßgeblich zur friedlichen Revolution im Herbst 1989 beitrug. Lesen Sie dazu das folgende Zitat unter dem Stichwort „Leben in Solidarität – eine Antwort auf weltweite Strukturen der Ungerechtigkeit“:
„Wesentliche Wurzeln und Triebkräfte der weltweiten Strukturen der Ungerechtigkeit liegen in dem durch kapitalistische, das heißt einseitig marktwirtschaftliche Mechanismen geprägten internationalen Wirtschafts- und Finanzsystem. Es wird bestimmt durch die Sucht nach immer mehr materiellem Wohlstand, die Macht des Geldes und das vorrangige Streben nach Gewinnmaximierung und neigt dazu, Armut zu verhöhnen oder einfach zu ignorieren.“
Lesen Sie mehr über die Geschichte des konziliaren Prozesses seit Vancouver 1983 bis Freising II und einen Ausblick darüber hinaus.